ALOE ARISTATA

unsere saftig grüne, fein bewimperte Sukkulente des Monats Februar. Aloe aristata ist die einzige bei uns in Mitteleuropa winterharte Aloeart, sie verträgt Temperaturen bis -7°C (WHZ 9).

Besonderes Aussehen

Aloe aristata ist immergrün. Die einfachen, grünen Blätter sind in stammlosen Rosetten angeordnet. Die sukkulenten Blätter sind lanzettlich und geschweift. Auf der Blattoberfläche befinden sich zerstreute kleine weiße Flecken, die auf der Unterseite zahlreicher und manchmal mehr oder weniger in Querbändern angeordnet sind.  Ihr fehlt die für Aloe typische Bedornung. Dafür ähneln die Blattränder einem Laubsägeblatt, sind aber weich und haben winzige weiße Zähnchen. Die Stauden werden 10 bis 12 Zentimeter hoch und wachsen nur selten einzeln, in der Regel bildet Aloe aristata mit der Zeit dichte Klumpen aus mehreren Rosetten.

Aristata stammt aus dem Lateinischen, bedeutet ‚begrannt‘ und verweist auf die grannenartigen Blattspitzen der Art. Umgangssprachlich wird sie auch Bebänderte Aloe genannt.

Aloe aristata ist in den südafrikanischen Provinzen Nordkap, Westkap, Ostkap, Freistaat und KwaZulu-Natal sowie in Lesotho auf sandigen Ebenen bis grasigen Berghängen verbreitet. Sie bevorzugt einen sonnigen Standort auf frischen Böden. Das Substrat sollte kiesig-lehmig sein.

Die Pflanzen sind sowohl nach dem Bundesnaturschutzgesetz vom 1. 1. 2001 als auch nach dem Washingtoner Artenschutzübereinkommen geschützt (vergleiche EG-Verordnung Nr. 338/97 Anhänge A und B vom 9. Dezember 1996, geändert am 18. Dezember 2000).

Blüten und Früchte

Der Blütenstängel wächst in der Regel aus der inneren Rosette heraus. Der einfache Blütenstand besteht oft aus mehreren Zweigen und erreicht eine Höhe von bis zu 50 Zentimetern. Von Mai bis Juni trägt Aloe aristata rot-orange röhrenförmige Blüten, die in Rispen angeordnet sind. Sie haben ein Farbspektrum das an der Oberseite mit jaspisrot anfängt und an der Unterseite heller zuläuft.

Bestäubt man zwei blühende Exemplare dieser Art miteinander erhältst du Samen. Diese können geerntet werden sobald sich die Früchte braun färben.

Gießen

Gegossen wird im Sommer durchdringend, dazwischen lässt man das Substrat immer komplett abtrocknen. Im Winter nur schluckweise gießen.

Hinzu kommt die Empfindlichkeit der Blätter. Schmierige Stellen an den Blättern sind bei der Aloe aristata in der Regel auf Wurzelfäule oder Fäule an den Blättern zurückzuführen. Ausgelöst werden diese durch ein zu feuchtes Substrat, zu hohe Luftfeuchte oder in den Blattachseln gesammeltes Wasser. Gegossen werden sollte daher wenn möglich von unten. Stellt man den Übertopf in eine Wanne oder ein Waschbecken mit einem Daumen breit Wasser kann der Topf sich von unten vollsaugen.

Düngen

Von April bis September profitiert die Aloe aristata von leichten Düngergaben. Sie können in Form von flüssigem Volldünger verabreicht werden.
Ebenfalls geeignet sind organische Mittel, wie Kompost und Kaffeesatz. Fällt eine Düngung aus, ist das nicht problematisch. Allerdings sollte keine Düngung ohne gleichzeitige Wassergabe erfolgen.

Umtopfen

Aloen sind bei richtiger Pflege für starkes Wurzelwachstum bekannt. Fängt sich die Pflanze an nach oben zu drücken oder schauen die ersten Wurzeln unten zum Topf hinaus raten wir sie in ein größeren Topf zu setzen. Der geeignetste Zeitpunkt hierfür ist das Frühjahr, dann haben sie noch den ganzen Sommer um den Topf mit Wurzeln zu durchdringen. Auch dürfen Wurzeln abgeschnitten werden, das regt neues Wurzelwachstum an, allerdings müssen die Schnittstellen dann trocknen gelassen werden und mit dem Gießen gewartet.

Überwintern

Das Problem ist, dass bei Frost der Boden sehr trocken sein muss, dann kommt die Pflanze recht gut klar mit kurzen Minusgraden. Durch viel Regen oder Schnee im Winter ist die Erde bei uns meist zu feucht und dann nehmen die Pflanzen Schaden.

Wenn man die Überwinterung im Freien versucht, sollte man die Aloe aristata im Kübel halten, diesen in warme Blasenfolie, Gartenvlies, Decken oder Matten wickeln, ihn auf Styroporplatten, Holzpaletten oder ähnliches stellen und von oben vor Feuchtigkeit schützen.Wird sie im Kübel im Freien überwintert, ist ein Regenschutz von Nöten. Gut eignet sich eine überdachte Stelle. Außerdem ist sie vom Boden zu isolieren. Holzpaletten oder Styropor eignen sich hierfür. Gegossen wird nur äußerst selten. Lieber trocken lassen, als sie stehet in zu viel Nässe. Etwas weniger aufwendig ist es, die Aloe aristata einfach im Herbst ins Haus zu bringen und dort hell sowie frostfrei zu halten.

Wenn man die Aloe aristata drinnen überwintert, sollten die Temperaturen nicht über 10 Grad liegen. Je mehr Licht die Pflanzen haben, um so wärmer vertragen sie es.

Vermehren

Die Vermehrung der Aloe aristata erfolgt vor allem durch Kindel. Sind diese groß genug können sie von der Mutterpflanze getrennt werden und nach dem Trocknen einzeln eingepflanzt. Auch die Vermehrung durch Samen ist natürlich möglich.

Ist Aloe aristata giftig?

Ja, die Aloe aristata ist giftig für Mensch und Tier. In Haushalten oder Gärten mit kleinen Kindern und verspielten Haustieren ist also Vorsicht geboten. Bitte auch nicht für Terrarien verwenden, dafür eignen sich besser Echeverien oder Crassulas.

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